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Art.Nr.: 978-3-939649-20-5
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Projekt: Sporen-Nebel

Autor: Theodor Rhys

Paperback mit 571 Seiten
Format 15 x 21 cm

... Wenn wir erkranken, sind zumeist winzig kleine Lebewesen schuld an unserer Pein. Gesunden wir, wehrt sich unser Körper. Manchmal aber verlieren wir den Kampf und wir müssen sterben.
Dank der Glaslinsen, die du mir schicktest, weiß ich jetzt, wie sie aussehen. Und Allah sei Dank, dass diese Biester nicht schlauer sind als wir, was würden sie sonst wohl noch alles mit uns anstellen können?

... Auszug eines Briefes vom Leibarzt des Kalifen an seinen Freund und Mentor Antonie van Leeuwenhoek, geschrieben in Bagdad, im Jahre 1.682 der christlichen Zeitrechnung.

... »Können wir jetzt reden, Führer von Amerika?« Der zweite Fremde hatte gesprochen. Denton nickte ihm zu. »Ich kann ihnen versichern, dass wir nicht mehr gestört werden.«
»Wir sind Diplomaten,«begann einer von ihnen, »wir kommen von Liares, einem Planeten dieses Sonnensystems, ihr nennt Liares Titan, den 14. Mond des Saturn.«
Es gibt also doch noch anderes Leben in unserem Sonnensystem, dachte Denton, ging aber zunächst nicht weiter darauf ein. »Wir bitten alle Führer der Erde um Hilfe.« Denton machte eine einladende Geste. »Aber bitte meine Herren, setzen wir uns an meinen Verhandlungstisch.«
»Mr. Präsident, Sir. Kann ich Sie eben unter vier Augen sprechen ?« Mc Carthy wies zur Tür vom Salon. »Das halte ich im Moment für unpassend, Mc Carthy.« Denton funkelte ihn zornig an, doch Mc Carthy ließ nicht locker. »Bitte, Mr. Präsident!« Er hatte bereits die Tür zum Salon geöffnet. Denton schaute ihn gereizt an, wand sich den Liaren zu und bat sie ihn kurz zu entschuldigen.
Mc.Carthy stand bereits im Salon, Denton schloss die Tür hinter sich. » Sind sie völlig verrückt geworden? Haben sie eine Ahnung, wie wichtig dieser Besuch für mich ist, Mc Carthy. Was heißt für mich, für die gesamte Menschheit, möglicherweise für den ganzen verdammten Planten?« Sein Gesicht war puterrot vor Zorn.
»Ja Sir, möglicherweise.« McCarthy blieb ruhig. »Aber ich befürchte, dass sie hier ein paar wesentliche Dinge übersehen haben! Die Biodektoren haben haufenweise Technik im oder am Körper ihres Besuchs registriert. Was, wenn das der Anfang eines Invasionskommandos ist? Oder, was wenn die Aliens eine uns nicht bekannte Krankheit übertragen?« »Ich sage ja, sie haben Paranoia, Tom.« Der Präsident tat jetzt väterlich. »Glauben Sie mir Tom, wenn die gewollt hätten, wären wir vermutlich schon nicht mehr am Leben oder sie hätten uns weggeblitzt, oder, oder, oder. Alles theoretischer Müll. Ich werde jetzt nach nebenan gehen und mich mit diesen Männern unterhalten, ob ihnen das passt oder nicht, McCarthy. Sie können diesem Gespräch beiwohnen oder es lassen. Mir egal. Habe ich mich deutlich ausgedrückt?«
McCarthy sah den Präsidenten aus zusammengekniffenen Augen an. »In Ordnung, Sir. Ich wollte sie lediglich auf die Risiken aufmerksam machen, Mr. Präsident.«
»Entschuldigung akzeptiert. Also kommen Sie, Tom. Ich bin sicher,das wird interessant.« McCarthy öffnete die Tür und Präsident Denton betrat wieder sein Büro.
»Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, sie baten um Mithilfe. Was kann Amerika für sie tun, meine Herren?«

Über eine Stunde hatte der Präsident den Liaren zugehört, auf jede seiner Fragen bekam er bereitwillig Antwort. Für ihn gab es keinenZweifel, er hatte Kontakt mit einer außerirdischen Lebensform. Und diese Wesen baten ihn um Hilfe. Nachdem sie sich verabschiedet hatten, verschwanden die Liaren auf die gleiche Weise, wie sie zuvor aufgetaucht waren. Denton saß entspannt in seinem Sessel und ihm gegenüber Tom McCarthy.
»Das war starker Stoff, Tom. Wie sieht es aus, trinken Sie einen Brandy mit mir?« McCarthy schüttelte den Kopf. »Nein Danke , Sir. Ich habe noch einiges zu tun.« Er nahm das Handy aus der Jackettasche und drückte die Kurzwahltaste. » Ziehen sie jetzt ihre Leute ab, Madison.« McCarthy bemerkte den fragenden Blick des Präsidenten. »Ich hatte Sicherheits- beamte rund ums Büro postiert, nur zur Sicherheit, Sir.«
»Ich brauche Sie wohl kaum daran erinnern, dass kein Wort, das hier eben gesprochen wurde, nicht einmal mit wem ich hier gesprochen habe ...« »Nein, Sir. Sie brauchen mich nicht erinnern.« Er machte mit der Hand eine Bewegung über den Mund, die andeuten sollte, dass ein Reißverschluss seine Lippen verschlossen hielt, und verließ das Zimmer des Präsidenten.

Augenblicklich wählte Denton die Nummer von Dr. Kohnlechner. Am anderen Ende wurde abgehoben. »Ja?« Kohnlechner meldete sich knapp.
»Kannst du sprechen, Michael?« Denton schaltete den Zerhacker ein, nachdem Kohnlechner seine Frage bejahte. » Sie sind wieder da gewesen, stimmt's Matthew?«
»Allerdings, und du hattest Recht, wir müssen ein paar Entscheidungen treffen, Michael!«

Derweil war McCarthy in die Nachrichtenzentrale des Weißen Hauses gegangen. Am Bio- Thermal- Scanner traf er mit Madison zusammen, und sie versuchten, hinter das Geheimnis der Fremden zu kommen. Sie hatten verblüffende Werte. McCarthy war zwar kein Mediziner, aber selbst er konnte feststellen, dass hier einiges fehlte, und an Technik etwas zu viel angezeigt wurde.
»Sehen Sie hier, Madison. So viele Herzschrittmacher hat doch kein Mensch! Es sieht aus, als würde der Torso und die Extremitäten voll sein, mit diesem Krempel! Nur der Kopf scheint völlig normal. Ich bin zwar kein Fachmann, sieht aber exakt wie ein menschliches Hirn aus, was sagen sie, Madison?«
Der angesprochene Sicherheitsbeamte wiegte den Kopf abschätzend hin und her. »Sind aber keine Waffen, wie es scheint. Wir lassen das besser noch von Dr. Limberg checken, Sir.« ....


Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 21. März 2007 in unseren Katalog aufgenommen.


Donnerstag, 24. Mai 2012 3807065 Zugriffe seit Dienstag, 15. Mai 2007
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